Rehkitzsuche per Drohne

ein ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde Wartau
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Gerettete Rehkitze 2026

Was wir tun

Um Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren, setzen wir in der Gemeinde Wartau moderne Drohnentechnologie mit integrierten Wärmebildkameras ein. Diese ermöglichen es uns, die Tiere in den frühen Morgenstunden präzise im hohen Gras zu orten.

Sobald ein Rehkitz gesichtet wird, bringen wir es unter Einhaltung aller tierschutzrelevanten Standards und mit fachkundiger Sorgfalt in eine sichere Umgebung – beispielsweise an den Waldrand. Dort wird es vorübergehend in einer speziell dafür vorgesehenen Holzkiste geschützt.

Nach dem Mähen der Wiese erfolgt umgehend die Freilassung, sodass die Rehgeiss ihren Nachwuchs wiederfinden und zu einem neuen, geschützten Ort führen kann.

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Warum wir das tun

In den ersten Lebenswochen legen Rehgeissen ihre Kitze häufig gut versteckt im hohen Gras ab. Da die Jungtiere zu diesem Zeitpunkt noch keinen Eigengeruch entwickeln, sind sie für Fressfeinde wie Füchse nahezu unsichtbar. Die Muttertiere entfernen sich für die Nahrungssuche und kehren regelmässig zurück, um ihre Kitze zu säugen. Allein aufgefundene Jungtiere sind daher in der Regel nicht verwaist.

Bei drohender Gefahr verharren die Rehkitze regungslos im Gras – ein instinktives Verhalten, das in der freien Natur überlebenswichtig ist. In der heutigen, hoch mechanisierten Landwirtschaft jedoch kann genau dieses Verhalten zur tödlichen Falle werden. Während der Setzzeit im Mai und Juni werden die Wiesen gemäht – und die Jungtiere dabei häufig übersehen. Jährlich fallen in der Schweiz mehrere tausend Rehkitze den Mähwerken zum Opfer, in dem sie schwere Verletzungen erleiden oder getötet werden.

Diese tragischen Vorfälle stellen auch für Landwirtinnen und Landwirte eine erhebliche Belastung dar. Gelangen zudem verendete Tiere unbeabsichtigt in Heu oder Silage, kann dies gravierende Folgen haben: Das kontaminierte Futter birgt die Gefahr einer Botulismus-Erkrankung beim Vieh, eine potenziell tödliche Vergiftung, die insbesondere Rinder und Kühe treffen kann. 
 

Was können Sie tun, wenn Sie ein Rehkitz finden?

Die wenigsten Rehkitze – oder andere alleinliegende Wildtiere – benötigen menschliche Hilfe. Sollten Sie in der Natur ein Rehkitz entdecken, das scheinbar verlassen im Gras liegt, bewahren Sie bitte Ruhe, belassen Sie das Tier unbedingt an Ort und Stelle und fassen Sie es keinesfalls an.

Kontaktieren Sie umgehend die örtliche Jagdgesellschaft, den zuständigen Wildhüter oder die Polizei, damit das Jungtier, wenn nötig, fachgerecht gesichert und in Sicherheit gebracht werden kann.

In der Regel ist keine Hilfe erforderlich, da sich die Rehgeiss meist in der Nähe aufhält und regelmässig zum Säugen zurückkehrt. Ein Eingreifen des Menschen ist daher nicht nur unnötig, sondern auch gefährlich. Der menschliche Geruch kann dazu führen, dass die Mutter ihr Kitz nicht mehr annimmt.